3 effektive Grundsätze zu Datenschutz - wusstest du schon?

Datenklau klingt leider wie ein fieser Bagatell-Delikt und wird auf die leichte Schulter genommen. Damit sind wir bei Grundsatz 1: 

Datenschutz unbedingt und immer ernst nehmen!

Eine Fußspur im Sand kann man verwischen - und weg ist sie! Genau anders herum verhält es sich mit deinen Daten. Beispiel APPs: Fast jede App hat zwei Ebenen. Die Sichtbare: Deine genutzte Funktion, meist nützlich. Doch die Gefahr ist im Hintergrund unsichtbar! Während der Nutzung sammelt fast jede App ständig Daten und sendet sie bei nächster Gelegenheit an einen Verwerter. Das macht die meisten APPs vermeintlich kostenlos, jedoch dein Leben über Umwege teurer. Nächstes Beispiel: Eingaben im Internet mit der automatischen Ausfüllhilfe. Eine sehr bequeme und praktische Erleichterung der Eingabe, die zur Preisgabe von mehr deiner Daten verwendet wird, als für eine Funktion eigentlich nötig wären. Mit dem schnellen Klick hast du auch schon zugestimmt und deine Spur im Sand bleibt für Verkäufer gespeichert, die meist schlechtere Angebote erstellen. Denn: Ziemlich sicher hast du meist "damit es schnell erledigt ist", nicht die erweiterten Datenschutzeinstellungen durchgesehen und abgeschaltet, sondern die Abkürzung der direkten Zustimmung genommen: Textkorrektur und Textvorschläge verraten der Welt nun fast alles über dich. Und wir sind bei Grundsatz 2:

Anmeldedaten und IDs sparsam, manuell und nicht automatisch eingeben, vermeide "Login-Services".

Nun haben wir schon mal Achtlosigkeit und Menge der Daten ausgegrenzt. Was aber, wenn man die "bequeme Anmeldemöglichkeit" per Google oder Facebook oder whatsapp, twitter usw. für andere Webseiten oder Diskussionsplattformen angeboten bekommt? Ja, das ist verlockend! Es gibt nun einen Vorteil: Dass man seine Daten samt Passwort nicht nochmals eingeben muss, wo man sich sowieso vor lauter Passwörtern nicht mehr auskennt. Allerdings überwiegt das Risiko. Und zwar weit! Auch deswegen, weil man sich auf solchen Seiten meist wegen Bequemlichkeit unbemerkt nicht mehr abmeldet und somit durch Cookies der Datenexport samt Tracking permanent weiter läuft. Meist wird der ganze Computer oder das Smartphone getrackt. Also: Finger weg von automatischen Anmeldungen! Diese sind ein regelrechtes Paradies für die Werbeindustrie und du wirst noch mehr mit Werbung zugeschüttet.

Grundsatz 3: Schreibe deine Texte manuell.

Es ist logisch, dass Spracheingabeprogramme oder Korrekturprogramme deine Texte Buchstabe für Buchstabe speichern und superschnell analysieren. Der Glaube, dass mit diesen Aufzeichnungen nichts passiert, ist leider zu 100% falsch. Es gibt vermutlich sogar tausende Anbieter, die Spezialisten darin sind, um eine "Kopie deiner Person" mittels ständiger Datenzufuhr in Richtung Original, also dich selbst zu perfektionieren. Hier hat es seit Einführung von vollautomatisierten, inzwischen hochgezüchteten Programm-Algorithmen in riesigen Rechenzentren enorme Fortschritte gegeben. Mit der eigenen manuellen Eingabe Wort für Wort ohne technische Hilfe (wenn man es denn kann!) kannst du unter Beachtung der ersten beiden Grundsätze allerdings die Datenflut wirksam abschneiden.

Was lernen wir daraus?

Fast jeder Mensch, der einmal im Internet auf Google, Facebook, twitter, Instagram, Snapchat, oder Kommunikationsplattformen wie whatsapp, Disqus oder auch Netflix (das ohne Internet nicht funktioniert) war, existiert zweimal. Einmal real (deine Existenz) und einmal digital als "bereits verkaufter Kunde" am Internet-Marktplatz. Der Kauf deiner Daten hat den Werbekunden Investitionen gekostet, welche von jenen wieder verdient werden müssen. Das kann nur durch Konsumangebote, oftmals auch für Sachen, die man eigentlich gar nicht kaufen wollte, erreicht werden. Und das funktioniert hervorragend, weil ganz attraktiv aufbereitet. Stichwort: Amazon Prime. Bei vielen Anbietern beziehen sich Gutscheine mit hohen Prozenten auf fiktive Preise, die so horrend hoch außer krankhafte Angeber:innen ohnehin niemand akzeptieren würde (bekannt als Mondpreise). Und so ist man direkt mit einer Kaufentscheidung konfrontiert.

Wusstest du schon?

Der Smartphone-Kunde wird von der Werbeindustrie als sehr leicht zu beeinflussende Person betrachtet. Der Smartphone-Kunde gilt als der kauflustigste, also auch am öftesten unbedacht kaufende Konsument. Experten sagen heimlich: "Smartphone-Kunden wollen eine schnelle Beute, denen kann man am Ehesten etwas andrehen." Gerichtsvollzieher sagen: "Die meisten Leute, die pleite gehen, haben leichtgläubig Geld ausgegeben für Dinge, auf die sie locker verzichten hätten können. Möchtest du denn zu dieser Personengruppe gehören?

Denke über all das dringend nach, überprüfe dein Kaufverhalten!

TIPP: 10-Finger-Schreiben hat zum Beispiel einen entscheidenden Vorteil. Man schreibt auch im Internet selbstbestimmt und wesentlich sicherer, wenn man allein nur die 3 genannten Grundsätze beachtet. Denn man fühlt durch seine eigene Schnelligkeit nicht diesen Drang nach Beqemlichkeit wegen der umständlichen oder zu langsamen Bedienung eines eigentlich für einen wirklichen Überblick zu kleinen Smartphones. Man behält eher klaren Kopf und schreibt noch dazu nachhaltiger, da stressfreier.

Wenn du schon mit 10-Fingern schnell und souverän ohne App eingibst und Texte schreibst, gratulieren wir Dir. Denn dann brauchst du Emo2Type 10-Finger-Schreiben tatsächlich nicht mehr!

Denn: Online-Kommunikation ist leider nicht wie die "Spur im Sand", sondern leider "in Stein gemeißelt". Und geht der Stein kaputt, gäbe es bereits 100 andere Steine mit deinem Namen.

Mit besten Grüßen
Dein Emo2Type Team



2 Kommentare

  • Sehr geehrter Herr M.,
    vielen Dank für Ihre Reaktion. Natürlich sind Schaltflächen zu Sozialen Medien (SoMe) ein kritischer Punkt, da potenzielle digitale Schnittstellen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, ob es sich hinter dem Button nur um eine Verlinkung handelt, oder mit dem Klick ein dahinter liegendes Script zum Abgreifen persönlicher Daten aktiviert wird. Bei Verlinkungen AUS den großen Netzwerken sitzen hinter Verlinkungen meist solche Scripts, welche u. a. natürlich den Zweck verfolgen, Verhaltenskontexte aus SoME ins Web und retour herzustellen. Auf dieser Seite hier zum Beispiel handelt es sich um Links IN die Netzwerke, welche reine Links darstellen. Es erfolgt keine Verarbeitung persönlicher Daten auf unserer Seite. Die Zielseiten erfahren allerdings, dass Sie von unserer Seite kamen. Das lässt sich nicht verhindern.
    Allerdings – und das ist wichtig – portieren wir dabei keine Nutzerverhalten. Das ist der springende Punkt im Beitrag selbst.
    Auf dieser Webseite haben wir daher in unseren Datenschutzeinstellungen die Verarbeitung und Abfrage auch von Funktionen im Hintergrund außerhalb eines Bestellprozesses weitestmöglich eingeschränkt. Dies kostet uns sogar nachweisbar Umsatz, weil wir einigen möglichen, im Marketing nützlichen, jedoch für unsere Philosophie zu aggressiven Sammel- und Auswertungsprogrammen von Big Data Unternehmen nicht zustimmen können und damit zum Beispiel im Google-Ranking “mangels Kooperation” gewiss das Nachsehen haben. Das müssen wir bei unserer ablehnenden Haltung zu Datenhandel in Kauf nehmen.

    Gerne stehen wir zu weiteren Fragen in der ganzen Thematik persönlich zur Verfügung.
    Mit besten Grüßen
    Heinz Köberl
    CEO Emotional Learning Dev
    Emo2Type 10-Finger-Schreiben

    @Volker M (Antwort der Redaktion)
  • Und wie darf ich die Social-Media-Schaltflächen verstehen, die Sie auch auf Ihrem Shop hier zur Auswahl präsentieren? Die sammeln doch auch Daten!

    Volker M.

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